Gästebuch, Mai 2008


Frau B. schrieb im Mai 2008

Reisezeit :  15.02.2008 – 07.03.2008

Reiseroute: Hanoi, NinhBinh (HaLong im Trockenen), Ha Long, Hanoi, Saigon, Mytho am Mekong, Ben Tre, Cantho, Soc Trang, Rach Gia, Phu Quoc

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Laut Klimatabelle hätte im Februar in Nordvietnam frühlingshaftes Wetter herrschen sollen. Statt dessen empfing uns Hanoi mit Schmuddelwetter und Kälte bei 10°C. Die gefühlte Temperatur lag darunter. Unser Tour Guide im Norden war ein junger Bursche von 27 Jahren. Er hatte einen sehr guten englischen Wortschatz. Unser Fahrer im Norden war Extraklasse. Hanoi ist eine äußerst sehenswerte und interessante Stadt. Neben den monumentalen Sehenswürdigkeiten (Ho Chi Minh Mausoleum, Präsidentenpalast, Pagoden) sind besonders die Seen hervorzuheben, die das Stadtbild zusätzlich verschönern. Lustig ist auch eine Fahrt mit dem Cyclo durch die Altstadt. Unbedingt anschauen: Das Wasserpuppentheater. Man sitzt zwar ziemlich schlecht, weil die Bestuhlung sehr eng ist, die Vorstellung des  Wasserpupentheaters entschädigt dann aber vollends und wird uns lange in Erinnerung bleiben. Tip: Im Jahr 2010 feiert Hanoi sein 1000-jähriges Bestehen. Wahrscheinlich ist die Stadt dann extrem überfüllt.

Die Fahrt nach Ninh Binh führte uns zuvor über Reisfelder nach Kenh Ga. Hier fuhren wir mit einem Boot durch die Landschaft. Anschließend besuchten wir bei anhaltendem Nieselregen den Cuc Phuong National Park. Aufgrund des Wetters waren wir so gut wie alleine in dem größten Park den wir je gesehen haben. Interessant ist am Eingang des Parks die Affenstation. Hier werden u.a. endemische Arten gepflegt und wieder in die Freiheit entlassen, wenn Sie kräftig genug sind. Interessant ist eine Höhle mit Funden menschlichen Lebens von vor über 7000 Jahren (Taschenlampe mitbringen).

Von Ninh Binh aus besuchten wir die alten Königstempel in Hoa Lu. Anschließend machten wir eine Fahrt mit einem Ruderboot auf einem Fluß, der auf seinem Weg durch die Ha Long Bucht an Land durch drei Höhlen führt. Phantastisch! Anschließend fuhren wir nach Ha Long City zur Übernachtung. Am nächsten Tag, nach einer Stadtbesichtigung auf eigene Faust durch die sehr aufgeräumt wirkenden Straßen, schipperten wir mit einer Junke durch das Weltkulturerbe Ha Long Bucht. Tip: Planen Sie mindestens eine Übernachtung ein, um dieses Naturwunder voll und ganz zu genießen. Toll ist hier auch eine Kajak-Tour duch die Drachenfelsen im südchinesischen Meer. Wir hatten sehr viel Spaß (Badesachen oder kurze Hose einpacken)!

Über Hanoi flogen wir nach Ho Chi Minh City und bekamen dort einen neuen Tour Guide und Fahrer. Die beiden konnten die Qualität an Kommunikation und Fahrweise, die wir im Norden genossen, leider nicht halten. War aber letztenendes in Ordnung. Saigon ist wesentlich moderner als die Hauptstadt und man merkt, dass man sich im wirtschaftlichen Zentrum des Landes befindet. Überall wird mit Hingabe abgerissen und neu gebaut. Eine tolle Stadt mit vielen Sehenswürdigkeiten. (Der Fahrer kennt den Weg, der Tour Guide zu allem eine Story).

Mytho: Tip: Nehmen Sie sich unbedingt ein Zimmer zur Flußseite. Herrlich dieses Treiben! Die Bootsfahrt auf dem Mekong und der Besuch auf Ben Tre mit dem Besuch der Coconut-Candy-Produktion waren ebenfalls eindrucksvolle Erlebnisse. Tolle Tropische Flora und Fauna. Nett war auch die Fahrrad Tour.

Can Tho: Fahrradtour durch Obstgärten und ruhige Nebenstraßen. Tip: Sagen Sie Ihrem Tour Guide er möge auch auf der Rückfahrt die ruhigen Nebenstraßen wählen. Für Europäer ist die Teilnahme am fließenden Verkehr sehr gewöhnungsbedürftig und mitunter sogar gefährlich, vor allem wenn die Bremsen nicht so richtig und die Schaltung gar nicht funktionieren.

Am nächsten Tag besuchten wir u.a. den schwimmenden Markt und eine Bootswerft und fuhren nach Soc Trang. Dort besuchten wir die Khmer Pagode, die Ton Pagode und die Fledermaus-Pagode. Die Khmer-Pagode wurde uns von einem sehr netten Mönch erklärt. Obwohl die Fledermaus Pagode abgebrannt ist, sollt man sie sich trotzdem anschauen. Neben einem einstämmigen Boot mit dem Wettfahrten auf dem Mekong ausgetragen werden, kann man hier auch Schweine mit fünf Zehen bewundern.

Danach Transfer nach Rach Gia. Von dort setzten wir nach Phu Quoc über um uns im Mango Bay Ressort zu erholen.

Bewertung:

++

o         Super Beratung und Organisation durch Reisebüro Kim-Travel,Schwanthalerstraße in München (tolle Homepage)

o         Thai-Airways mit bestem Service an den Flughäfen und an Bord Vietnam-Airlines; nicht ganz so perfekt wie Thai aber weit besser als Lufthansa

o        Tour-Guide und Fahrer im Norden Vietnams

o         Wasserpuppentheater

o        Land und Leute: Die Menschen: Immer zuvorkommend, freundlich, hilfsbereit und angenehm zurückhaltend; tolle Landschaft

o        Gutes Essen: Sehr empfehlenswert ist ein Besuch im Restaurant Koto in der Van-Mieu-Straße 59 gegenüber des Literaturtempels in Hanoi. 1a –Qualität zu günstigen Preisen und wohltätig ist man außerdem. Ein Australier vietnamesischer Herkunft hat es sich zur Aufgabe gemacht, Straßenkindern und gehandikapten Jugendlichen etwas beizubringen. Daher auch der Name Koto (know one, teach one). Die Jugendlichen werden als Köche, Servicepersonal, etc. ausgebildet.

o        Gutes Essen landauf und landab. Am besten ißt man in Straßenrestaurants. Es reicht eigentlich, wenn man Übernachtung und Frühstück bucht. Das Essen in den Hotels bzw. in den vorgebuchten Restaurants ist ebenfalls in Ordnung, wurde uns aber schnell langweilig; außerdem teilweise Massenabfertigung

o        Man sollte sich unbedingt einige Märkte anschauen, die in fast jedem Ort zu finden sind Vietnamesischer Kaffe mit süßer Milch

o        Frühstücksbuffet im Sunlight 2 Hotel in Halong City: große Auswahl an Früchten, Säften, Suppen, sehr nettes Servicepersonal, schöner Ausblick

o        Generell: Service ist überall überaus freundlich und hilfsbereit. Für Europäer ungewohnt

 

+

o        Englisch mit vietnamesischem Akzent bedarf der Gewöhnung

o        Wer kontinentales Frühstück braucht, nimmt sich am besten Marmelade, Honig, Nutella mit. Es gibt fast ausschließlich Erdbeermarmelade, die aus pappsüßem, leicht eingedicktem Erdbeersaft und quasi-kandierten Erdbeeren besteht. Besser: Frühstücken wie die Vietnamesen mit Pho (Nudelsuppe)

o          Nächte auf der Insel Phu Quoc sind ausreichend. Wer länger bleiben will, sollte das Resort wechseln

 

-

o        Die Sauberkeit ließ im Hotel Hong Ngoc in Hanoi zu wünschen übrig ......

o        Die Drinks an der Bar sind in einigen Hotels nicht das, was wir in Europa gewohnt sind; quittieren Sie Fehler mit einem Lächeln und ordern Sie statt dessen ein leckeres vietnamesisches Bier

o        Das Mango-Bay-Ressort hat zwar einen schönen Strand und die Bungalows sind toll und ursprünglich. Nur verfolgen die Besitzer hier nach unserem Eindruck mehr das Ziel in kurzer Zeit reich werden zu wollen. Die Sitzkissen sind stark verschmutzt und werden auch bei Regen selten ins Trockene gebracht. Fensterputzen kennt man hier auch nicht. Das Essen ist zwar qualitativ in Ordnung aber viel zu europäisch angehaucht. Die Speisekarte wird durch Mehrfachnennung einiger Gerichte künstlich verlängert. Bei den Preisen merkt man, daß keine Konkurrenz in der Nähe ist. Schnorcheln kann man zwar in Hotelreichweite, die Sicht war aber extrem schlecht.

o        An den Stränden von Phu Quoc wird extrem viel Müll angeschwemmt. Das stört das schöne Landschaftsbild leider.

o        Ha Long: Schöner wäre, bei allen Junkenkreuzfahrten für Ausflüge Ruderboote statt der teilweise verwendeten, extrem laut knatternden Motorboote zu verwenden. In der Höhle wird der Lärm durch die Felswände noch verstärkt . Und dann wundern sich die Guides, daß sich keine Affen mehr blicken lassen....

o        Rach Gia: die Bootsmannschaft der „Doung Dong Express“ ließ im Hafen eine größere Menge Öl direkt ins Hafenbecken ab, so daß ein ziemlich großer Ölteppich zurückblieb.

 

Was wir bei unserem nächsten Vietnam-Besuch anders machen werden:

o         Weniger ist mehr; d.h. etwas mehr Freizeit einplanen zum Erkunden auf eigene Faust und Einkaufen. Die Rundreise ist wirklich anstrengend. Wenn man nur zu zweit reist und permanent durch den Tour Guide in Landeskunde unterrichtet wird, ist man abends schön müde.

o          Eigentlich reicht Übernachtung/Frühstück aus. Es ist viel interessanter, sich in Suppenküchen und Straßenrestaurants zu verpflegen.

 

Was wir von den Vietnamesen lernen können:

o        Ampeln mit Digital-Anzeige, wie lange die jeweilige Rot- bzw. Grünphase noch dauert

o        Rücksicht im Straßenverkehr (man kann auch im dichtesten Feierabendverkehr eine Kehrtwende auf einer vierspurigen Straße machen)

o        WC-„Bürste“: Statt WC-Bürste gibt es teilweise einen Hochdruck-Sprühschlauch

o        Pünktlichkeit und Zuverlässigkeit

o        Menschen statt Maschinen

o        Freundlichkeit

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Feedback unserer Kunden

 

Wir  sind aus Vietnam zurück und allen hatte es sehr gut gefallen.
Die Organisation hatte perfekt geklappt die Hotels waren sehr gut.

von : Herr M., Mär. 2009

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